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| Bericht - Mahnwache vor der Iranischen Botschaft |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Sonntag, 16. August 2009 um 11:16 Uhr |
Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht
Unter dem Motto „Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht“ rief die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e. V. gemeinsam mit der Bürgerbewegung PAX Europa e. V. zu einer Mahnwache vor der Iranischen Botschaft in Berlin auf. Anlass war die Inhaftierung zweier junger Iranerinnen, denen für ihre Abkehr vom Islam und ihrer Konvertierung zum Christentum die Todesstrafe droht. 120 Teilnehmer folgten dem Aufruf. Bemerkenswert waren einige Christen, die mit 2m hohen Holzkreuzen mehr als 600 km angereist waren, um an diese Mahnwache teilzunehmen.
Die Berliner Polizei nahm den Tage zuvor veröffentlichten Aufruf von Linksextremisten, die Versammlung „anzugreifen“ ernst und war deshalb gleich mit drei Einsatzwagen gekommen. Glücklicher Weise blieb für sie am Ende nicht viel zu tun, denn kein einziger gewaltbereiter Linksextremist war zur Veranstaltung gekommen, lediglich zwei linke Blogger waren als Beobachter gekommen. Ohnehin hätte es ein merkwürdiges Bild gegeben; denn unter den friedlichen Teilnehmern, zumeist Christen, waren auch einige ehemalige Muslime, die den Islam von seiner unmenschlichsten Seite selbst kennen gelernt haben. Das Erzbistum Berlin entsandte in Vertretung Ihres verhinderten Kardinals, ihren Islambeauftragten Pater Alois Schmid, der Grußworte vom Berliner Erzbischof Kardinal Sterzinsky überbrachte. In seinem Grußwort betonte er die Wichtigkeit der Religionsfreiheit als elementares Menschenrecht. Der Berliner Abgeordnete und Mitglied des Bundesvorstandes von BPE, René Stadtkewitz, wies in seiner Rede auf die gesellschaftspolitische Ideologie, der menschenverachtenden Intoleranz gegenüber Anders- und Nichtgläubigen und den absolutistischen Weltherrschungsanspruch des Islams hin, sprach von der „Diktatur des Islams“ und wies erneut auf die Inkompatibilität mit dem hiesigen Werte- und Rechtssystem hin. (Mitschrift der Rede). Später verlass er Grußworte des Beauftragten der Bundesrepublik für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Günter Nooke. Der Menscherhechtsbeauftragte betonte, er sei „zutiefst davon überzeugt, dass in einer Gesellschaft, die eine freie Wahl des Glaubens, einen Glaubenswechsel und eine freie Ausübung des Glaubens nicht zulässt, die Menschenrechte insgesamt bedroht sind.“ Dies bestätigte auch ein Teilnehmer, der seine atheistische Grundüberzeugung betonte. Man müsse nicht religiös sein, um zu erkennen, wie intolerant und menschenverachtend die Ideologie des Islams gegenüber Nicht-Muslime ist. Für die IGFM erklärte Wilfried Puhl-Schmidt, der zugleich Mitglied im Vorstand der Bürgerbewegung Pax Europa ist, dass er bedaure, dass die Medien insgesamt über das Unrecht im Islam zu wenig berichten. Er wies darauf hin, dass Andersgläubige auch in anderen islamischen Ländern verfolgt und bedroht sind. Selbst in der Türkei. Er beklagte, dass beispielsweise dem Fall der fürchterlich ermordeten Mulima Marva, dessen Mörder selbstverständlich hart bestraft werden müsse, in den Medien sehr viel Raum gegeben wurde, während gleichzeitig der Ermordung eines christlichen Geschäftsmannes in der Türkei, der nach Einlassung von Zeugen und des Mörders selbst, einzig und allein deshalb stattfand, weil der Mann Christ war, kaum von den Medien aufgegriffen und deshalb weitgehend im Dunkeln blieb. Einzig die türkische Zeitung „Milliyet“ berichtete vollständig über den Vorfall und mahnte, dass dieser Mord „nur die Spitze des Eisbergs“ sei. Puhl-Schmidt erinnerte an weitere Christen, die in der Türkei wegen Ihres Glaubens ermordet wurden. So auch an den deutschen Theologen, der dabei war, die Bibel neu in die türkische Sprache zu übersetzen. Er zitierte den Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese, der darauf verwies, dass Christen in der Türkei die gleichen Rechte haben müssen, wie Muslimen in anderen Ländern gewährt werden und dass diese Forderungen für alle Länder gelten müsse. Anschließend verlas auch er Grußworte u. a. den zugeleiteten Text vom Büro des Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche, Herrn Bischof Dr. Wolfgang Huber, vom Geschäftsführer der IGFM, Herrn Hafen, sowie vom Vorstand der Christian Solidarity International. Ergreifend war der Vortrag von Frau Schulz, die eine Mitschrift des ersten Verhandlungstages im Prozess gegen Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh Esmaeilabadim verlas. Ergreifend dabei war zu hören, wie mutig und selbstbewusst die beiden jungen Frauen nach ihrer fast sechsmonatigen Haft in unmenschlichen Verhältnissen auf die unfassbaren Fragen reagiert haben. Wilfried Puhl-Schmidt ist sich sicher, dass sie ihre Kraft direkt aus ihrem christlichen Glauben schöpfen und fand zwei passende Sätze aus der Bibel. So sah es auch Herr Dr. Link von der Stefanus-Stifung, der sein Engagement mit seinen christlichen Glauben begründete. Er betonte die Gleichheit aller Menschen ob Christen, Juden, Muslime oder Anhänger anderer Religionen. Joachim Swietlik (stellv. Landesvorsitzender BPE) beklagte in seiner Rede die Doppelmoral von Politikern verschiedener Parteien, wenn es um das Thema Islam ginge. Für ihn ist es unverständlich, dass sich über den tragischen Fall noch kaum ein Politiker geäußert habe. Er forderte stellvertretend für alle Anwesende die sofortige Freilassung der beiden jungen Frauen. (Mitschrift der Rede). Abschließend forderten die Teilnehmer übereinstimmend die Achtung der Menschenrechte auch im Islam. Alle Politiker und Medien wurden aufgefordert, sich für das Leben und die Freiheit der beiden Frauen einzusetzen. Puhl-Schmidt und Stadtkewitz zogen aus ihr bisheriges gemeinsame Vorgehen eine positive Bilanz. Wenn gleich dieser Fall öffentlich vielmehr wahrgenommen werden müsse, um den Druck auf das Unrechtssystem im Iran zu erhöhen, habe ihr Einmischen möglicher Weise schon heute Positives bewirkt. So haben sich die Haftbedingungen geringfügig verbessert und den beiden Frauen wurde nunmehr ein Rechtsanwalt zugestanden. In wie weit hier jedoch nur der Schein trügen soll, ist nicht bekannt. Dennoch, es müsse alles getan werden, um auf dieses Schicksal aufmerksam zu machen und die Hinrichtung zu verhindern. IGFM und BPE werden sich weiterhin gemeinsam für die beiden Iranerinnen einsetzen und erst dann aufgeben, wenn sie frei sind. weitere Bilder:
Pater Alois Schmid (Erzbistum Berlin)
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 16. August 2009 um 23:24 Uhr |
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